Ohne Schlaf kann der Mensch nicht lange überleben. Der eine braucht vielleicht seine 9 Stunden, um zufrieden zu sein, während ein anderer mit 6 Stunden pro Nacht auskommt. Die meisten schlafen wohl in der Nacht, aber wer dann zum Beispiel arbeiten muss nutzt auch den Tag für Schlaf. Aber irgendwie, irgendwo und irgendwann schlafen wir alle. Genau deshalb gibt es Schlafzimmer und die passenden Möbel.
Natürlich kann man auch einmal eine Nacht in einem Sessel sitzend verbringen, wenn man beim Fernsehen eingeschlafen ist. Eine Schlafcouch ist optimal für Gäste oder kleine 1-Zimmer-Appartments.
Ein gemütliches Bett ist und bleibt aber unschlagbar. Die Einrichtung im Schlafzimmer ist kein dekadenter Spaß, sondern der Regelfall. Bei unzähligen Möbeldiskountern kann man einfache Betten günstig kaufen und im Internet findet man sogar günstige Designer Betten. Die Auswahl ist groß. Futonbetten, Kinderbetten, Luftbetten, am Tag unsichtbar eingeklappte Schrankbetten oder Massivholzbetten sind nur einige wenige Beispiele.
Hört man hingegen, wie kurz die Geschichte von Betten, die aus Bettgestellen und Matratzen bestehen, eigentlich ist, will man es kaum glauben. Die Menschen im antiken Rom wussten schon um die Annehmlichkeiten einer Fußbodenheizung. Doch so modern sie auch waren - Bettgestelle und bequeme Matratzen waren noch unbekannt. Unbekannt waren ihnen auch Schlafzimmer, wie wir sie nutzen. Ein einem großen Zimmer wurde sowohl geschlafen als auch wie in einem Wohnzimmer gelebt. Einfache Liegen aus Bronze oder Holz wurden mit Schnitzereien und Schnörkeln hübsch gemacht und als eine Art Bett genutzt. Zur Polsterung legte man beispielsweise Schilf oder Wolle auf oder versuchte, sich mit kleinen Kissen mehr Komfort zu verschaffen. Am Tage konnte man diese Betten ähnlich einer Chaiselongue auch als Sitzmöbel nutzen. Auch die alten Ägypter und die antiken Hellenen nutzen solche Möbel. Allerding konnte man sich nur mit ausreichend Geld und sozialem Status solche Bett-Liegen überhaupt leisten. Der Großteil der Bevölkerung musste beispielsweise auf Strohsäcken schlafen, die direkt auf dem Boden lagen. Und noch im Mittelalter war es gang und gäbe, auf Teppichen, Pelzen und Decken auf dem Fußboden die Nacht zu verbringen.
Bettgestelle und Matratzen fehlten sogar noch in den 50er und 60er Jahren in vielen europäischen Haushalten! Da der Wohnraum knapp war, hatte man nicht in jeder Wohnung ein Schlafzimmer. Man hätte also keine Chance gehabt, selbst sehr günstige Betten auch wirklich nutzen zu können. Man verbrachte Nacht um Nacht in der Stube und schlief auf Schlafsesseln oder Bettsofas, wie man sie heute gerne als Gästebett nutzt.
Unsere heutige Gesellschaft kann also dankbar sein. Für die meisten Menschen in der Geschichte war es ein Luxus, in einem richtigen Bett schlafen zu können. Bei den Massen an Futonbetten, Massivholzbetten, Wasserbetten, Stockbetten, Luftbetten, Feldbetten und sogar günstigen Designer Betten, die in jedes Schlafzimmer passen, müsste man eigentlich vor Freude in die Luft springen.

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